Am 23.07.2018 ging es los. Zehn Tage Wiesbaden.
Zehn Tage vorbereiten auf das was uns in dem Jahr erwarten würde.
Aber die Gedanken waren eher damit beschäftig zu überlegen wie die anderen wohl sein werden..
Wie viele sind wir wohl? Sind die anderen nett? Finde ich schnell Anschluss? Wird es so ein ödes und langweiliges Seminar, wie man sie aus der Schule kennt?

All diese Fragen kreisten in meinem Kopf als ich um viertel nach sechs in der Früh in den Zug nach Bremen stieg. Zusammen mit Henrike, die ebenfalls aus Weyhe kommt und mit nach Namibia reist, ging es über Bremen, Köln und Frankfurt schließlich nach Wiesbaden.
Wie das mit der Deutschen Bahn so ist lief das ganze natürlich nicht ohne Verspätungen und Stress beim umsteigen ab.

Nach stressigen sieben Stunden Zug fahren hatten wir unser Ziel erreicht. Womit wir zum nächsten Problem kommen, dem Bus fahren. In Wiesbaden gibt es nicht nur Bus Linie 1 bis 750. Nein das Ganze wird zusätzlich mit Buchstaben sortiert.
Da wir kein Plan hatten wo wir den Bus 750 finden. Wir trafen auf Hanna und Arne, welche das selbe Problem hatten. Zusammen entschieden wir uns dazu, bei 35 Grad, die halbe Stunde Fußmarsch zu Unterkunft auf uns zu nehmen.

Wer von uns auf diese unglaublich dämliche und anstrengende Idee gekommen ist, bleibt bis heute ein Rätsel!

An der Jugendherberge angekommen, wurden wir von unseren Teamern empfangen und mussten uns in Listen eintragen und ein Zettelchen ziehen. Danach haben wir uns zum Mittagessen bewegt und festgestellt, dass das Essen durchaus sehr lecker und ansehnlich war.
Weiter ging es dann im Plenum wo wir uns einmal mit Namen vorstellten und dann mit einem Energizer starten, bei dem man das erstmal denkt: Willkommen im Kindergarten.
Nach einigen Runden und Begegnen auf Augenhöhe, sollten wir mit den Zettelchen die Bilder zusammen setzten. Hat nicht funktioniert, wie sollte es auch anders sein 😀
Dank der Seminarlisten wussten wir das es drei Gruppen gibt: Zwei Namibia Gruppen und eine Europagruppe.

Namibia wurde aufgeteilt in Windhoek und die Nächstliegende Stadt Rehobot und in alle Städte auf dem Weg zur Küste oder in die Wüste.

Ja! ENERGIZER die neue Folter von Erwachsen, die aber irgendwann so Spaß macht, das man sie überall in jeder Situation anwenden konnte. Sogar morgens um 2 im Park mitten in Wiesbaden auf einer Wiese.

Die ersten Tage haben wir mit Kennlernen und Vertrauensgewinnung  verbracht. In den darauf folgenden Tagen haben wir uns mit Themen wie: Globalen Lernen, Motivation, Wer bin ich, Macht & Rassismus, diversen Praxisworkshops zu verschiedenen Themen gebieten wie: Pädagogik, Schulassistenz, Erste Hilfe etc, und einer Gender Ausstellung auseinandergesetzt.

Am Freitag haben wir die Namibiagruppe um Windhoek  & Rehobot die Mondfinsternis verfolgt und waren am Dienstagabend in der Stadt unterwegs. Dort haben uns mit den anderen im Park getroffen.

In den 10 Tagen haben wir uns alle besser kennengelernt und es sind teilweise schon richtige Freundschaften entstanden.  Am Ende der zehn Tage haben wir nach einigem hin und her der verschieden Gruppen doch noch einen Abschiedsabend organisiert bekommen, den wir auf einer Wiese hinter der Jugendherberge gefeiert haben.

Uns allen hat das Vorbereitungsseminar sehr viel Spaß gemacht, der einzige negativ Aspekt war, dass wir danach nur noch zehn Tage zu Hause bei unseren Familien hatten und die Zeit zum vorbereiteten knapp wurde.

Related Posts